Welche Rucksack-Hersteller kommen aus Deutschland?

Welche Rucksack-Hersteller kommen aus Deutschland
Welche Rucksack-Hersteller kommen aus Deutschland

Qualität made in Germany – ein Slogan, der insbesondere bei Markenprodukten immer noch viel Gewicht hat. So auch bei Rucksäcken. Wir haben für Sie die bekanntesten Hersteller von Rucksäcken aus Deutschland zusammengetragen und stellen diese im Folgenden etwas näher vor.

VAUDE: Raus in die Natur!

Europas umweltfreundlichster Outdoor-Ausrüster – so nennt sich das Unternehmen VAUDE selbst. Man ist sich seiner Verantwortung sowohl für die Natur als auch für den Menschen bewusst und nimmt diese sehr ernst, das betont die Unternehmensleitung immer wieder.

Wie bereits am Werbeslogan deutlich wird, steht der Markenname VAUDE für Bekleidung und vor allem Taschen, insbesondere für den Outdoor-Bereich. Ob Bergsteigen, Radfahren oder Wandern – wer sich für diese Sportarten begeistert, findet bei VAUDE genau das passende Equipment.

Bereits seit dem Jahr 2001 unterwirft sich das Unternehmen den strengen Umweltstandards von bluesign (siehe: www.bluesign.com), wodurch die gesamte Wertschöpfungskette ständig lückenlos kontrolliert wird. Zudem ist VAUDE einer der wenigen Hersteller von Taschen und Textilien, die nach dem Standard von EMAS öko-zertifiziert sind.

Die Firmengeschichte von VAUDE

Seit seiner Kindheit ist Albrecht von Dewitz begeisterter Anhänger sämtlicher Alpinsportarten. Im Jahr 1974 macht er schließlich sein Hobby zum Beruf und gründete das Unternehmen VAUDE. Zunächst spezialisiert man sich auf die Herstellung von Bergsportausrüstungen und Rucksäcken. Als Ein-Mann-Manufaktur gegründet, wächst das Unternehmen rasch, so dass man sich bereits Ende der 70er-Jahre nach einem neuen Firmensitz umschauen muss. Das passende Gelände für den Neubau findet der Gründer in Obereisenbach bei Tettnang, wo sich die Zentrale von VAUDE heute noch befindet.

Im Jahr 1992 wurde die Produktpalette um den Bereich „Bike Sports“ erweitert – heute die erfolgreichste Sparte des Unternehmens. Außerdem sind die 90er-Jahre von den zarten Anfängen der nachhaltigen Produktion und des Umweltschutzes geprägt, was sich auch bei VAUDE auswirkt. Hier erkannte man schnell, wie wichtig diese Themen in Zukunft noch sein werden und richtete die gesamte Produktion darauf aus. Seitdem werden die Produkte von VAUDE immer wieder durch diverse Programme zertifiziert und mit entsprechenden Siegeln ausgezeichnet. Eines hat sich jedoch über all die Jahre nicht geändert: Die Innovationskraft und der familiäre Background des Unternehmens, dessen Vorsitz im Jahr 2009 die Tochter des Gründers übernommen hat.

Wie man sieht, ist die Marke VAUDE traditionell sehr eng mit sämtlichen alpinen Sportarten verbunden. Man sieht die Berge als Symbol für die Herausforderungen und Anforderungen unseres Lebens, die tagtäglich an uns gestellt werden und die wir zu bewältigen haben. Zugleich sind die Berge das Symbol für die Leidenschaft, die die Menschen der Natur entgegenbringen, und für die Erlebnisse, die uns die Natur beschert, wenn wir sie nur richtig wahrnehmen.

Die Produkte von VAUDE

Wie bereits erwähnt, hat sich das Unternehmen VAUDE auf Outdoor-Produkte spezialisiert. Im Taschenbereich heißt das: Reisegepäck für den Alpinsport, Rucksäcke und vor allem Fahrradtaschen in vielen Formen, Farben und Ausstattungen. Großer Wert wird hierbei auf eine exzellente Verarbeitung und Verwendung entsprechend hochwertiger Materialien gelegt. Taschen von VAUDE sollen nicht nur robust aussehen, sondern sich als zuverlässiger Begleiter für viele Jahre im Outdoor-Bereich erweisen.

Im Angebot finden sich auch diverse Rucksäcke – aus wasserfesten Materialien gearbeitet, so dass sie auch unter ungünstigen Bedingungen ihre Funktion vollständig erfüllen. Dass darunter die Form und die Optik nicht zu leiden haben, versteht sich bei VAUDE von selbst. Man merkt dem Hersteller die jahrelange Erfahrung in diesem Bereich in jedem Detail der Produkte an.

4You: Viel mehr als nur Schulranzen!

Sie kennen 4You nicht? Sagt Ihnen vielleicht die Marke Scout etwas? Ja richtig, die berühmten Schulranzen, die fast alle heutigen Erwachsenen als Kinder für ihre Hefte und Bücher hatten.

Und genau wie Scout ist auch 4You eine Marke der Alfred Sternjakob GmbH & Co. KG, ein deutsches Traditionsunternehmen mit Sitz im pfälzischen Frankenthal. Gegründet wurde die Firma bereits im Jahr 1934, der erste Firmensitz befand sich in Pirmasens. Die Stadt war damals eines der größten Zentren der Lederherstellung in Deutschland und Europa. Zunächst spezialisierte man sich auf die Produktion von Taschen und Arbeitshandschuhen aus Leder. Der Durchbruch für Sternjakob begann schließlich, als es dem Gründer gelang, seine Produkte im Sortiment des damals noch jungen Versandhauses Quelle zu platzieren. Dazu ging man eine Allianz mit dem Gründer von Quelle, Gustav Schickedanz, ein.

Trotz dieses Erfolges suchte Sternjakob seit jeher nach Möglichkeiten, sein Produktsortiment auszubauen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Eine solche Möglichkeit fand er im Jahr 1975. Der Unternehmensinhaber erkannte, dass die bis dato verwendeten Schulranzen aus Leder für Kinder nicht ideal waren, da sie einerseits zu schwer und auf der anderen Seite zu wenig flexibel ausfielen.

Mit dieser Erkenntnis im Hinterkopf entwickelte Sternjakob den ersten sogenannten Leichtschulranzen. Er wurde unter dem Namen „Scout“ für 49.- DM auf dem Markt angeboten und verkaufte sich schnell in großen Stückzahlen. Endlich hatten die Schüler mehr Platz in ihren Rucksäcken für alle Utensilien und mussten trotzdem nicht mehr so schwer schleppen.

Mit den Jahren wurde die Marke Scout zum Inbegriff für den Schulranzen. Als das Unternehmen im Jahr 1990 vom Sohn des Gründers an Fritz Steinmann in Nürnberg verkauft wurde, erkannt dieser schnell, dass der Name Scout eher für Kinderranzen stand und man ein neues „Zugpferd“ für Jugendliche und junge Erwachsene brauchte. Genau für diese Zielgruppe wurde die Marke 4You aus der Taufe gehoben. Sie bietet nicht die klassischen Schulranzen, sondern Rucksäcke und Taschen für Teens und Twens an und verfolgt einen wesentlich modischeren Weg als Scout.

Die Marke 4You heute

4You versteht sich heute als Trendmarke und Trendsetter im Bereich Rucksäcke und anderen Urban-Wear-Produkten. Der klassische Rucksack besitzt eine oben abgerundete und unten eckige Form. Es gibt ihn in unzähligen verschiedenen Farben und Mustern, teilweise werden limitierte Editionen aufgelegt, die nur kurzzeitig im Handel erhältlich sind.

Für den etwas kleineren Platzbedarf gibt es die Rucksäcke der Serie Compact, die ein Fassungsvermögen von 26 Litern aufweisen und nur rund 900 g schwer sind. Sie eignen sich auch für kleinere Kinder, die nicht mit einem großen und schweren Rucksack überfordert werden sollen.

Ein großes Sortiment an Sporttaschen und zahlreiche Spezial-Rucksackmodelle (z. B. mit einer Vorrichtung zum Transport von Skateboards) runden das Angebot von 4You ab. Alle Produkte gibt es im qualifizierten Fachhandel zu kaufen.

Ein Wort zur Qualität

Schon der Gründer Alfred Sternjakob legte größten Wert auf die Qualität seiner Produkte. Ein Umstand, der sich bis heute nicht geändert hat. Auch für die Rucksäcke und Taschen von 4You werden ausschließlich beste Materialien verwendet, unter anderem ein extrem reißfestes Polyestergewebe. Alle Produkte müssen vor der Auslieferung strenge Qualitätstests bestehen.

ergobag: Gutes für unsere Schulkinder

Schulrucksäcke der Marke ergobag werden immer beliebter. Da wird es Zeit, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens zu ergründen. Sie kennen ergobag noch nicht? Dann wird es Zeit für ein erstes Date!

Die Intention von ergobag

Was müssen Schulkinder heute nicht alles auf ihren schmalen Schultern tragen. Und das ist durchaus wörtlich gemeint. Früher haben ein paar Hefte und wenige Bücher für den täglichen Unterricht in der Schule genügt, heute sind es etliche Kilo, die bereits 7-9-Jährige jeden Tag mit sich herumtragen müssen.

Das Ganze wäre nicht so schlimm, wenn sich gleichzeitig auch die Schulranzen entsprechend mitentwickelt hätten. Leider ist dem nicht so. Soll heißen: Viel hat sich nicht getan in der Entwicklung der Schulranzen in den letzten Jahren und Jahrzehnten. Ein paar modernere Materialien, ausgeklügelte Details, frische Farben – das war es dann auch schon.

Wenn wir unseren Kindern also heute etwas Gutes tun wollen, sollten wir ihnen weniger schwere Bücher und bessere Schulranzen bieten. Ersteres lässt sich schlecht ändern, denn das Bildungssystem hat nimmt wenig Rücksicht auf die Rücken der Kinder. Also setzen wir doch bei den Schulranzen an. Und gerade hier gibt es eine ganze Menge zu verbessern. Schaut man sich etwa im Outdoor- und Trekkingbereich um, wird man feststellen, dass es dort seit vielen Jahren Rucksäcke gibt, die das gesamte Gewicht optimal vom Rücken auf die Hüften verteilen. Warum kann dieses Prinzip nicht auch auf Schulranzen übertragen werden?

Genau das war erster Gedanke und Initialzündung für die Gründung des Unternehmens ergobag.

Es begab sich im Jahr 2008, als sich ein paar gute Freunde im Rahmen einer Party zusammenfanden und über den Kauf von Schulranzen für die Kinder sinnierten. Die Gedanken kamen schnell auf o. g. Thema und plötzlich beschließen vier gute Freunde, daraus ein Unternehmen zu machen. Es sollte schließlich noch bis zum Jahr 2010 dauern, bis ergobag mit den ersten Produkten auf den Markt kommt. Noch in diesem Jahr gehen über 4.000 der neuartigen Rucksäcke über die Ladentheke.

Im Jahr 2011 folgt der Kickstart in der Erfolgsgeschichte des jungen Unternehmens. ergobag kann den renommierten „red dot desing award“ gewinnen und erhält damit eine Menge Aufmerksamkeit, auch international. Das bringt auch einen Schub bei den Verkaufszahlen mit sich – insgesamt 14.000 ergobag Rucksäcke werden in 2011 verkauft. Inzwischen zählt ergobag mehr als 50 Mitarbeiter und verkauft deutlich über 100.000 Rucksäcke pro Jahr.

Was macht die Produkte von ergobag so besonders?

Wir hatten es bereits angeschnitten: Die Macher von ergobag haben sich das hinter den Produkten stehende System bei den altbewährten Trekking- und Tourenrucksäcken abgeschaut und dieses auf Rucksäcke für Schulkinder abgestimmt. Dabei wird das Gewicht des Inhalts vom Rucksack nicht auf die Schultern, sondern durch ein System aus Aluschienen und Gurten auf die wesentlich stabilere Hüfte verlagert. Außerdem sind die Rucksäcke mit einer Längenanpassung im Rückenbereich versehen, was ein „Mitwachsen“ mit dem Kind ermöglicht.

Das Ganze gibt es inzwischen in drei unterschiedlichen Kollektionen:

  • ergolino (für Kindergartenkinder)
  • ergobag (für Kinder bis zu einer Größe von 1,50 m)
  • satch (für Jugendliche bis zu einer Größe von 1,80 m)
  • satch + (für Jugendliche bis zu einer Größe von 2,00 m)

In allen Kollektionen kann der Kunde zwischen vielen verschiedenen Farben und Designs wählen. ergobag – dem Rücken Ihres Kindes zuliebe!

Deuter: Rucksäcke für´s Leben!

Im Jahr 1898 gründete Hans Deuter in einem Stadtteil von Augsburg ein Unternehmen, das die Königlich Bayerische Post mit Briefsäcken und Beuteln beliefern sollte. Das Geschäft lief von Anfang an gut, jedoch waren die Absatzmöglichkeiten aufgrund der schmalen Ausrichtung ausschließlich auf die Post recht begrenzt. So kam es, dass Deuter bereits vor Beginn des Ersten Weltkriegs damit begann, neben den Postsäcken auch Zelte, Rucksäcke und Tornister zu produzieren. Hauptabnehmer dieser Produkte war das Militär.

Nachdem dieser Abnehmer nach Ende des Ersten Weltkriegs weitgehend ausschied, konzentrierte man sich zu Beginn der 1920er-Jahre auf die Produktion von Lederwaren und Zelten, darunter auch Koffer und Rucksäcke. Erstmals bot Deuter seine Produkte ab diesem Zeitpunkt auch der Zivilbevölkerung im Einzelhandel an.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Die Produkte von Deuter erwarben sich schnell den Ruf von bester Qualität und ausgesuchten Materialien, auch wenn sie etwas teurer wie jener der Konkurrenten ausfielen.

In den 30er-Jahren machte das Unternehmen Deuter immer wieder von sich reden, indem es die Teams von Bergexpeditionen mit seinen Produkten ausstattete, zum Beispiel im Rahmen der Erstbesteigung des Nanga Parbat im Jahr 1953 durch Hermann Buhl. In den folgenden Jahrzehnten weitete man das Sortiment im Bergsport deutlich aus und wurde zu einem Spezialisten in diesem Bereich. Parallel dazu fertigte Deuter aber auch normale Rucksäcke weiter.

Da sich die Rucksäcke von Deuter so erfolgreich über Jahrzehnte verkauften, spaltete man im Jahr 1989 diesen Unternehmensbereich ab und gründete dafür die Deuter Sport GmbH. Diese bezeichnet sich heute selbst als Marktführer für Rucksäcke in Deutschland.

Im Jahr 2006 schließlich übernahm das Unternehmen Schwan-Stabilo den kompletten Deuter-Konzern und weitete in den Folgejahren die Produktpalette deutlich aus. So wurde beispielsweise eine spezielle Damenlinie mit Taschen und Rucksäcken konzipiert, die den Namen SL für „Slim Line“ trägt. Es handelt sich hierbei um Rucksäcke, die speziell der weiblichen Anatomie angepasst sind. Trotz der Übernahme durch Schwan-Stabilo wurde der Markenname Deuter beibehalten. Das Unternehmen ist heute weltweit tätig, das Hauptabsatzgebiet befindet sich allerdings in Westeuropa.

Die Produkte von Deuter

Heute bietet Deuter nicht nur herkömmliche Rucksäcke, sondern auch Taschen, Schlafsäcke, Protektoren für Sportler und diverse Accessoires wie Fahrradzubehör, Erste-Hilfe-Ausrüstungen, Zubehör für Bergsteiger, Kulturbeutel usw. an. Sämtliche Produkte vereint die Top-Qualität in Verbindung mit durchdachten Details und ausgesuchten Materialien, die auch anstrengende Touren problemlos mitmachen.

Eine Besonderheit und gleichzeitig Weltneuheit im Sortiment ist der sogenannte „ABS Rucksack“. Es handelt sich hierbei um einen Rucksack mit aufblasbaren Luftsäcken an beiden Seiten, der insbesondere zum Lawinenschutz eingesetzt werden kann. Er ist mit Sensoren ausgestattet, welche die Kissen bei einem Lawinenunglück automatisch aufblasen, so dass der Träger durch die Luftsäcke an der Oberfläche der Lawinenmasse gehalten wird. Dies kann Verschüttungen wirkungsvoll vorbeugen.

Auch sonst macht Deuter immer wieder mit Innovationen von sich reden. Ein Beispiel dafür sind die „Extra Long“ Rucksäcke, die speziell für Menschen mit einer Körpergröße von mehr als 1,85 m konzipiert sind. Sie passen sich den anatomischen Gegebenheiten großer Menschen perfekt an und bieten damit deutlich mehr Komfort, als ein herkömmliches Rucksack-Modell.

Puma: Ein Klassiker unter den Sportmarken

Neben Nike und Adidas gehört Puma heute zu den weltweit größten Herstellern für Sportartikel aller Art. Das war nicht immer so: Nach mehreren erfolgreichen Jahrzehnten brachen die Absätze in den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts sehr stark ein, nur durch eine Neuausrichtung und etliche Veränderungen konnte der Konzern Puma wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden.

Was viele nicht wissen: Die Firma Puma wurde von Rudolf Dassler gegründet, dem Bruder von Adolf Dassler, welcher hinter dem Konkurrenzunternehmen Adidas steht bzw. stand. Man schrieb das Jahr 1948, als die beiden Brüder damit begannen, Sportschuhe in einer eigenen Fabrik zu fertigen. Es gab allerdings schnell Meinungsverschiedenheiten unter den Brüdern, weswegen sie im besagten Jahr getrennte Wege gingen und jeder sein eigenes Unternehmen aufzog.

Zunächst sollte eine Kombination aus den ersten Buchstaben des Vor- und Nachnamens des Gründers gewählt werden, nämlich „Ruda“ (für „Rudolf Dassler“). Der Gründer war damit allerdings nicht zufrieden und wählte schließlich den Namen Puma, der einen ähnlichen Klang besitzt, sich aber dynamischer und sportlicher anhört.

Schnell wurden die Sportschuhe von Puma in den Nachkriegsjahren und Jahrzehnten zu einem großen Erfolg. Insbesondere in den sechziger und siebziger Jahren galt Puma als Kultmarke und stellte jährlich neue Verkaufsrekorde auf. Bis weit in die achtziger Jahre konzentrierte sich Puma dabei insbesondere auf Sportartikel, weniger auf den Freizeitbereich. Dies sorgte für eine einsetzende Krise in den frühen neunziger Jahren, als die Sportartikel von Puma plötzlich als uncool und altbacken gehalten. Das Unternehmen zog die Reißleine und änderte die Geschäftspolitik radikal, man konzentrierte sich jetzt deutlicher auf den Hobbysport- und Freizeitbereich.

Im Jahr 1986 wurde Puma zur Aktiengesellschaft. Heute gehört das Unternehmen zum französischen Konzern Kering, die Hauptzentrale befindet sich aber immer noch im fränkischen Herzogenaurach. Auch in den letzten drei Jahren musste Puma wieder eine leichte Krise erfahren, die Absätze gingen deutlich zurück. Darauf reagierte der Konzern wiederum mit einer Neuausrichtung seiner Geschäftspolitik, zukünftig will sich Puma mehr auf Kernbereiche wie Fußball, Golf und Motorsport konzentrieren und dafür sportorientierte Lifestyle-Produkte herstellen. Aus weniger populären Bereichen wie Segeln und Rugby zog man sich dagegen zurück.

Die Produkte von Puma

In den 70er-Jahren wurde die rechteckige Sporttasche mit dem großen Puma-Markenemblem weltberühmt. Kaum eine Stunde Schulsportunterricht oder im Sportverein, in der man diese Tasche nicht massenhaft in den Umkleiden sah. Genau aus dieser Tasche hat sich die gesamte Puma-Taschenkollektion entwickelt, die es heute im Handel gibt.

Sie besteht aus den klassischen Sporttaschen, von denen es auch die bereits angesprochene Kulttasche heute wieder zu kaufen gibt. Darüber hinaus hält der Handel ein ganzes Sortiment weiterer Taschen in vielen verschiedenen Größen, Farben und Formen bereit, darunter natürlich auch Rücksäcke.

Käufer dürfen eine Top-Qualität erwarten, wie es auch bei den Kleidungsstücken und Schuhen von Puma der Fall ist. Zudem zeichnen sich die Rucksäcke durch viele durchdachte Details und eine sinnvolle Aufteilung aus. Puma-Taschen sind im stationären Fachhandel und in guten Internetshops erhältlich.

Jack Wolfskin: Der Outdoor-Spezialist

Der deutsche Textilhersteller Jack Wolfskin (kompletter Unternehmensname: „Jack Wolfskin Ausrüstung für Draussen GmbH & Co. KGaA“) gehört mittlerweile zu den größten Produzenten von Outdoor-Equipment in der Welt und produziert neben Outdoor-Bekleidung auch Zelte, Zubehör und Taschen.

Gegründet wurde Jack Wolfskin im Jahr 1981 zunächst als Eigenmarke des Textilherstellers Sine in Frankfurt a. M. Da sich die Produkte von Jack Wolfskin jedoch von Anfang an sehr gut verkauften, spaltete man die Marke schon bald nach der Markteinführung ab und machte ein eigenes Unternehmen daraus. Dieses wurde im Jahr 1991 an die Firma Johnson Outdoors verkauft. Bis 1993 belieferte Jack Wolfskin ausschließlich den Fachhandel, ehe das erste eigene Ladengeschäft in Heidelberg eröffnete. Es folgten zahlreiche weitere Geschäfte, zunächst in Deutschland, dann in vielen anderen Ländern Europas. Ende der 90er-Jahre begann schließlich die Expansion nach Asien und in die russischen Staaten. Mittlerweile hat Jack Wolfskin mehr als 600 Stores in der ganzen Welt, davon knapp 250 in Deutschland.

Die meisten der Läden werden per Franchise-System betrieben, lediglich einige Flaggschiff-Stores betreibt das Unternehmen selbst. Nach einem Umzug des Firmensitzes im Jahr 1997 nach Idstein im Taunus übernahm 2001 die Private-Equity-Gesellschaft Bain Capital das Unternehmen Jack Wolfskin. Bis zum Jahr 2011 wurde „JW“ dann mehrere Male an verschiedene Beteiligungsgesellschaften weiterverkauft, momentaner Eigentümer ist die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone.

Unternehmensprofil

Jack Wolfskin ist seit Beginn stark auf den Outdoor-Bereich spezialisiert. Dies zeigt sich auch am Sponsoring für diverse Sportveranstaltungen. Zudem setzt sich Jack Wolfskin in den letzten Jahren vermehrt für soziale Projekte im Bereich Arbeitsbedingungen und Umweltschutz ein. Marken- und Erkennungszeichen des Unternehmens ist die Bärentatze, welche auf allen Produkten von Jack Wolfskin zu finden ist.

Die Produkte von Jack Wolfskin

Neben einem großen Sortiment an Outdoor-Textilien, Schuhen etc. stellt Jack Wolfskin unter anderem auch Rucksäcke her. Schauen wir uns die einzelnen Produktkategorien einmal etwas näher an:

Reisegepäck

Im Bereich Reisegepäck bietet Jack Wolfskin diverse Rucksäcke an. Eine Besonderheit: Fast alle Rucksäcke im Bereich Reisegepäck sind auch für Abenteuerreisen bestens gerüstet, sie bestehen aus wasserdichten, extrem strapazierfähigen Materialien.

Schul- und Sportrucksäcke

In dieser Serie von JW sind vor allem die klassischen Rucksäcke zu finden. Es gibt sie in verschiedenen Formen und Größen, alle vereint die hochwertige Qualität von Materialien und Verarbeitung. Sinnvolle Features wie ergonomische Trageriemen und ebensolche Polsterungen sorgen dafür, dass der Rucksack auch bei langem Tragen und schwerem Inhalt keine Schmerzen verursacht.

Sonstige Rucksäcke

Jack Wolfskin hält einige Spezialrucksäcke im Sortiment bereit, zum Beispiel Notebookrucksäcke und Fotorucksäcke. Hier findet garantiert jeder den richtigen Rucksack für seinen persönlichen Einsatzzweck.

Tatonka: Bayern erobert die Welt!

Wer den Firmennamen Tatonka hört und das Bison als Maskottchen des Unternehmens sieht, würde wohl erst einmal kaum darauf kommen, dass es sich hier um einen Hersteller mit Sitz in der bayerischen Provinz handelt. Doch genau das ist Tatonka: ein traditionelles Familienunternehmen, das im bayerischen Dasing beheimatet ist.

Mittlerweile gilt Tatonka unter Outdoor-Sportlern und Abenteurern sozusagen als Geheimtipp für qualitativ hochwertige und funktionelle Bekleidung und entsprechendes Zubehör. Das Unternehmen bzw. dessen Vorgänger, die Mountain Sport GmbH, wurde bereits im Jahr 1980 durch Winfried Schechinger gegründet. Zunächst bestand das Hauptgeschäft aus dem Vertrieb von Sportartikeln anderer Hersteller, bis man schließlich im Jahre 1993 die Marke Tatonka gründete. Kurz darauf benannte man das gesamte Unternehmen in diesen Namen um.

Interessant ist, wie der Gründer auf den Markennamen Tatonka kam. Der nordamerikanische Indianerstamm der Sioux nannte das Bison so, und der Begriff wurde mehrmals in dem sehr populären Film „Der mit dem Wolf tanzt“ mit Kevin Costner genannt. Winfried Schechinger sah die Eigenschaften des Bisons perfekt als Metapher für sein Unternehmen geeignet, schließlich steht das Tier für Nützlichkeit, Naturverbundenheit und Friedlichkeit.

Bereits in den 1980er-Jahren gründete Tatonka eine eigene Produktionsstätte in Vietnam. Und wer nun denkt, dass die Arbeitsbedingungen dort dem entsprechen, was man üblicherweise unter einer Fertigung in einem Billiglohnland erwartet, der irrt sich gewaltig. Das Tatonka-Werk in Vietnam gilt als Vorzeigebetrieb und wurde mehrfach für seine hohen Sozialstandards ausgezeichnet. Lohndumping, Kinderarbeit und Ausbeutung wird es bei Tatonka auch in Vietnam nicht geben. Sämtliche Produkte werden entsprechend den deutschen Normen für Qualität, Arbeits- und Betriebssicherheit gefertigt.

Heute wird das Unternehmen bereits in zweiter Generation geführt, Geschäftsführer ist Andreas Schechinger, der Sohn des Firmengründers. Sein Bruder Markus leitet den Vertrieb von Tatonka.

Die Produkte von Tatonka

Tatonka steht für hochwertige und praxisgerechte Outdoor-Produkte, bietet inzwischen aber auch Taschen für Freizeit, Büro und Business an. Werfen wir doch einmal einen Blick auf die aktuelle Kollektion.

Bürotaschen / -rucksäcke

„Bürotaschen“ nennt sich eine Kollektion aus verschiedenen kleinen Taschen, die z. B. für die Aufnahme von Mobiltelefonen konzipiert sind. Zudem gibt es mehrere Schultertaschen, die den sonst üblichen Aktenkoffer ersetzen sollen. Teilweise können die Taschen auch als Rucksack getragen werden, die entsprechenden Trageriemen sind abnehmbar.

Reisetaschen & Reiserucksäcke

Ob Städtetrip in Europa oder die ausgedehnte Weltreise – Tatonka hält für jeden Reisezweck die passenden Taschen und Rucksäcke bereit. Besonders die Detaillösungen können selbst erfahrene Globetrotter immer wieder begeistern. Hier sind echte Profis mit viel Liebe zum Reisen und zu allen Outdoor-Aktivitäten am Werk!

Trekking- & Wanderrucksäcke

Für Wanderer und Outdoor-Sportler hält Tatonka ein großes Sortiment verschiedener Rucksäcke bereit. Darunter beispielsweise die klassischen Trekking-Rucksäcke in verschiedenen Größen, teilweise mit ergonomischen Tragegestellen, aber auch kleinere und leichtere Wanderrucksäcke für die kurze Tour. Sämtliche Rucksäcke sind so entwickelt, dass sie das Gewicht optimal auf den Körper des Trägers verteilen.

Über Rucksack Magazin 36 Artikel
Mit dem Rucksack Magazin greifen wir alle Themen rund um Rucksäcke und Taschen auf. Dabei geht es darum euch umfassend zu den Modellen, Herstellern und Marken zu informieren. Außerdem bekommt ihr Pflegetipps und andere Ratgeber aus diesem Bereich. Wir sind Verbraucher wie ihr. Wir schauen uns die Rucksäcke in Alltagssituationen an und bewerten sie aus reiner User Sicht. Wenn es darum geht, weitere Analysen oder tiefgehende Testergebnisse zu bieten, verweisen wir auf dementsprechend Fachmagazine und Institute. So bekommt ihr alle wichtigen Informationen, die es braucht, um den passenden Rucksack zu finden. Wir haben hier einige Themengebiete im Fokus, wie zum Beispiel die Laptop Rucksäcke oder die Fahrradrucksäcke und werden aber anderen Bereiche auch noch weiter ausbauen

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